Kolonialverbrechen: Kautschuk - das "schwarze Gold" der Tropen - Ein Kolonialprodukt für die industrielle Gummiproduktion (Serie 323: Grenzenlos)

 
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https://kolonialgeschichtema.com/ *** https://kolonialgeschichtema.com/2021/06/16/22-06-202118-uhr-vortrag-im-saal-kautschuk-das-schwarze-gold-der-tropen/ *** https://www.youtube.com/watch?v=q3RtaiQZ4uU *** Kautschuk - das "schwarze Gold" der Tropen - Ein Kolonialprodukt für die industrielle Gummiproduktion Vortrag in Zusammenarbeit mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim und Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel. Seit dem 17. Jahrhundert hatten europäische Eroberer elastische Bälle und wasserdichte Schuhe bei den Bewohnern Mittel- und Südamerikas bewundert. Der zunächst exotische getrocknete Pflanzensaft wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa zum attraktiven Werkstoff für die Produktion von Handelswaren wie z.B. Kämme und Gummistiefel. Auch in Mannheim entstanden Gummifabriken. Eine Jagd nach dem begehrten Produkt setzte ein, bei dem die Bewohner der Ursprungsländer mit allen Mitteln zum Kautschuksammeln gezwungen und ausgebeutet wurden, auch in den deutschen Kolonien. Bis heute ist Naturkautschuk unverzichtbar, u.a. für die Produktion von Autoreifen. Er wird überwiegend aus Plantagen in Südostasien importiert. Die Mannheimer „Hutsch“ – ein Ableger der französichen Hutchinson – war ab 1860 eine der ersten Gummifabriken in Deutschland. Eine Reihe weiterer Firmengründungen folgte, denn die Herstellung von Kämmen, Schuhen, Schläuchen, Bändern, Reifen und vielen anderen Produkten versprach ein gutes Geschäft. Die große Nachfrage nach Kautschuk löste einen weltweiten „Goldrausch“ auf den begehrten Saft tropischer Bäume und Lianen aus. Kautschukhändler brachten die Menschen in Mittel- und Südamerika ebenso wie in Afrika mit allen Mitteln zum Kautschuksammeln. Im Südteil der deutschen Kolonie Kamerun musste die gesamte Bevölkerung der Kautschukbeschaffung dienen, bis sich 1913 Plantagenkautschuk aus Südostasien auf dem Weltmarkt durchsetzte. Referentin: Gertrud Rettenmaier Mannheimer Abendakademie https://www.freie-radios.net/109678 Vortrag: Die Seidenstraßen Online – Vortrag am 15.06. 18 Uhr: Die Seidenstraße 10/06/2021 MA Kolonialgeschichte Veranstalter: Mannheimer Abendakademie in Kooperation mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel und Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim und einige Fragen und Antworten *** Über die alte Seidenstraße brachten Karawanen Waren wie chinesische Seide und indischen Pfeffer an europäische Fürstenhöfe. Über den Seeweg brachten ab dem 16. Jahrhundert portugiesische, später niederländische und schließlich britische Handelsflotten Gewürze aus Süd- und Südostasien, mit denen immer breitere Bevölkerungskreise Mitteleuropas beliefert wurden. Ab dem 19. Jahrhundert drangen die imperialistischen Mächte Europas nach Asien vor und besetzten sogar Teile Chinas. Darunter um 1900 auch Deutschland. Inzwischen hat sich die globale Machtkonstellation verändert. China errichtet neue Handelswege. Claus Kilpert von Rhein-Neckar-Industriekultur informiert anschaulich über die alten und neuen Routen der Seidenstraße. Dienstag, 15.06., 18 – 19:30 Uhr online Anmeldung bei www.abendakademie-mannheim.de oder telefonisch unter 0621 1076-150 (Kursnummer 210615). Die Online-Teilnahme ist kostenfrei. Veranstalter: Mannheimer Abendakademie in Kooperation mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel und Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim.

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